KjG Bad Orb macht die holländische Vaddensee unsicher

Vom 12.-17. August machten 18 unserer Betreuerinnen und Betreuer der KjG Bad Orb die holländische Nordsee unsicher.
Bereits in echter Piratenmanier mit Federhut und Papagei auf der Schulter am Busbahnhof Bad Orb gestartet, fuhren wir mit einem Reisebus ins holländische Harlingen, wo schon unser Schiff im Hafen vor Anker lag: die Zuid Holland, ein Zweimaster unter dem Kommando von Skipper Tossing und seinem ersten Maat Fabio. Nach dem Beziehen der Kojen, ersten Sicherheitshinweisen für das Verhalten auf dem Schiff und während der Fahrt hieß es, früh schlafen zu gehen, um am nächsten Tag die erste Reisestation anzusteuern. Trotz Regen, Wind und Wellen hielten wir an Deck die Stellung und kamen sicher auf Terschelling an. Neben der Erkundung der Insel und kleinem Wattspaziergang mussten auch Vorräte für die Segeltour besorgt werden. Nach dem von uns selbst auf dem Schiff zubereiteten und gemeinsam verzehrten Abendessen wurde der Abend gesellig ausklingen gelassen und schon ging es, diesmal noch ein wenig müder, wieder zu Bett in die Kajüten.

Am nächsten Tag segelten wir bei Sonnenschein und günstiger Strömung von Terschelling aus zur Insel Texel. Hier besuchten einige den örtlichen Fischladen, um sich mit Kibbeling, Leckerbeck und echten Texelkrabben zu stärken, einige genossen den Strand und das Meer. Am nächsten Tag wartete ein besonderes Highlight auf uns. Ganz nach dem Motto unseres ersten Maates, „Es gibt zwei Arten, trockenzulaufen: geplant und ungeplant – uns passiert hoffentlich nur ersteres!“, segelten wir von Texel aus auf eine kleine Sandbank, um uns dort gegen Nachmittag den Gezeiten auszusetzen, aufzulaufen und die Nacht mitten im Wattenmeer zu verbringen. Mit einem traumhaften Sonnenuntergang war das für uns alle ein besonders beeindruckendes Erlebnis.

Der letzte Tag unserer Segelreise führte uns nach Vlieland, einer malerischen kleinen Insel. Neben einem obligatorischen Besuch der Stadt, um uns mit neuem Proviant einzudecken, wurden wieder Strandspaziergänge und Meerbaden eingeplant. Einige unserer Crew ließen es sich nicht nehmen, an Deck bei klarem Sternenhimmel zu übernachten und in den frühen Morgenstunden den Sonnenaufgang von einer Düne aus zu beobachten.
Als ob uns die holländische See nicht gehen lassen wollte, segelten wir ohne Strömung und ohne Wind in den Segeln zurück nach Harlingen, um dort das Schiff für die nächste Gruppe startklar zu machen und wieder mit Wehmut und Meerweh nach Deutschland aufzubrechen.